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Der Begriff Isopathie kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Gleiches Leiden".* Die isopathische Therapie ist eine Form der Behandlung, bei der ein Krankheitserreger selbst als Heilmittel verwendet wird.
Sie geht zurück auf die Entdeckungen des Mikrobiologen und Zoologen Prof. Enderlein Anfang des 20. Jahrhunderts und zielt auf die Regulation des inneren Milieus besonders bei chronischen Erkrankungen und chronischen Stoffwechselbelastungen.

Wirkungsweise

Isopathische Präparate wirken nicht anbibiotisch, sondern symbiotisch. Sie sind daher  nicht gegen eine Krankheit oder deren Symptome gerichtet, sondern sie unterstützen den Körper in seiner eigenen Regulationsfähigkeit.
Die isopathische Therapie erfolgt anhand eines 4-Stufen-Schemas, bestehend aus der

  • Milieu-Sanierung: Regulation des Säure-Base-Haushaltes, der Mineralhaushaltes und der Darm-Flora
  • spezifischen Regulation: Behandlung von Infektionen mit krankheitsspezifischen Mitteln
  • allgemeinen Regulation: Beeinflussung der Blutqualität und des Bindegewebes mit symbioseaufbauenden Mitteln
  • Immunmodulation: Dämpfung oder Anregung des Immunsystems

Dazu werden speziell aufbereitete Präparate aus Zellwandbestandteilen nicht krankheitserregender Pilze und Bakterien eingesetzt, die in verdünnter Form (D3 bis D7) als Tropfen, Kapseln, Tabletten oder mittels Injektion angewendet werden. Diese sollen entsprechend eine Reaktion des Immunsystems hervorrufen, so daß krankmachende Prozesse erkannt und reguliert werden können. Nicht immer müssen alle 4 Stufen des Schemas durchlaufen werden, oft genügen bereits die Milieu-Sanierung und die allgemeine Regulation, um Selbstheilungsprozesse zu aktivieren.

Da die isopathische Therapie tief in das innere Milieu eingreift kann sie bei vielen Erkrankungen alleine oder begleitend zu anderen Therapieformen angewendet werden. Die Indikationen reichen von der chronischen bakteriellen, viralen oder Pilz-Infektion über die Entzündung bis zu degenerativen Prozessen. Die Isopathie kann auch begleitend in der Krebstherapie eingesetzt werden. Bei akuten Infektionen kann man Isopathika ebenfalls einsetzen, sie sind dort aber nicht Mittel der ersten Wahl.

Isopathische Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Autoimmunerkrankungen, unter Behandlung mit immunsuppressiven Arzneimitteln oder in zeitlicher Nähe zu einer Impfung.


* Die Isopathie ist abzugrenzen von der Homöopathie, was "ähnliches Leiden" bedeutet. Beide Verfahren eint die Verwendung verdünnter Wirkstoffe, die Wirkweise ist aber eine gänzlich andere.